Wohnen

In Thun herrscht Wohnungsnot. Mit einem Leerwohnungsbestand von unter 0,3% steht Thun noch schlechter da als die Stadt Bern. Der Schuh der Mieter:innen drückt. Es fehlt in Thun an Wohnungen und vor allem an gemeinnützigen, preisgünstigen Wohnungen. Es ist schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Mieter:innen brauchen eine starke Vertretung in den politischen Gremien.

Ich setze mich dafür ein, dass in Thun der Anteil von preisgünstigen Wohnungen erhöht wird. Die aktuell laufende Orstplanungsrevision OPR wäre DIE Gelegenheit, endlich konkret zu werden und die Ziele der Wohnstrategie Thun umzusetzen.

Die Zeiten für Mietende sind nicht rosig. Die schweizweite Umfrage des Mieterinnen- und Mieterverbands von 2021 zeigt, dass über 70 % der Mieter:innen Probleme im Mietverhältnis haben, resp. hatten. Drei Viertel hatten Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das Machtgefälle zwischen Vermietenden und Mietenden führt dazu, dass sich Mieter:innen oft nicht wehren, auch wenn sie rechtlich die Möglichkeit dazu hätten. Die Befragten wünschen sich grossmehrheitlich griffige Regelungen zur Bekämpfung der steigenden Mieten und einen besseren Mieterschutz.

Es gibt etliche Werkzeuge, die die aktuelle Situation, das Befinden der Mietenden verbessern kann:

  • Automatischen Weitergabe der Mietzinssenkung
  • Formularpflicht mit Offenlegung des Mietzinses der Vormieterschaft
  • Kontrolle der Rendite der Vermieterschaft (aktuelle Obergrenze bei 1,75%)
  • Mehr Wohnschutz bei Renditesanierungen
  • Erhöhung des Anteiles an gemeinnützigem Wohnungsbau (Kostenmiete)

Die Städte stehen in der Pflicht. Wenn man einfach umzont oder aufzont, gibt man viel Verhandlungsmacht aus den Händen. Eine Stadt, die möglichst viel Einfluss nehmen möchte, muss schauen, dass sie auf der planerischen Ebene viel Verhandlungsmacht und Eingriffsmöglichkeiten behält.